Diese 7 häufigen Design- und Content-Fehler machen Webseiten zu schaffen

Haben Sie HTML gelernt? Dann haben Sie vermutlich auch mal eine Webseite „entworfen“, die so in den 90er-Jahren existiert haben könnte. Wenig Pixel und viel Charme – verkaufen lässt sich damit aber nichts. Heute sehen Webseiten zum Glück besser aus. Dennoch werden sich auch unsere Kinder über unsere Internet-Auftritte lustig machen.

Warum? Weil einigen Webseiten-Betreibern auch heute noch so richtiger Patzer passieren. Damit Sie nicht in die gleichen Fallen tappen, stelle ich Ihnen in diesem Beitrag die 7 häufigsten Fehler beim Aufsetzen einer neuen Webseite vor.

1. Design ohne Rücksicht auf Funktionalität und Entwicklung

Ihr Besucher macht schon alles, was Sie wollen? Dann gratuliere ich Ihnen. Die Struktur Ihrer Webseite scheint zu stimmen. Wenn Kunden nicht nach Ihrem Wunsch reagieren, hat das oft einen Grund: Die Webseite ist zu kompliziert!

Ihre Besucher verlaufen sich dann in einem Labyrinth aus Seiten, Verlinkungen und Unterseiten. Zwischendurch begegnet ihnen ein vermeintlicher Retter – der Call-to-Action-Button. Im schlechten Fall führt der den Leser dann auf eine weitere Seite, mit der er nichts anfangen kann.

Aber wie Theseus haben auch Webseiten-Besucher eine Art Wollknäuel, das ihnen den Rückweg zeigt! Es ist der X-Button am linken Rand eines Tabs. Seien Sie sich sicher: Ein Besucher kommt nie wieder, wenn er ihn betätigt.

Verwirrende Webseiten entstehen oft dann, wenn nur ein einzelner Mitarbeiter daran arbeitet. Sie sollten für den Gestaltungs-Prozess neben dem Webdesigner zumindest einen Marketing-Experten mit einbeziehen.

Zwei Dinge sind für eine hohe Usability wichtig:

  • Wiederkehrende Elemente, an denen sich Nutzer orientieren können
  • Inhaltsrichtlinien, die jede Seite einhalten muss und für eine einheitliche Struktur sorgen

Tipp: Berücksichtigen Sie beim Aufbau der Seiten-Struktur auch den Autor. Nicht jeder Texter hat ein hohes technisches Verständnis. Ihr Autor beherrscht kein HTML oder CSS? Dann achten Sie darauf, dass er das nicht muss, um die Design-Richtlinien umzusetzen! Alternativ können Sie die Texte natürlich auch jemand anderen einpflegen lassen.

2. Keine Überprüfung der bestehenden Seiten-Rankings

Jedes Unternehmen sollte über Google gefunden werden. Um das sicherzustellen, müssen Sie die Keywords im Blick behalten. Gibt es welche, in denen Sie besonders gut aufgestellt sind?

Um ein gutes Ranking beizubehalten oder zu verbessern, müssen Ihre Webseiten entsprechend optimiert sein. Das hängt auch von Ihrem Content ab. Sie sollten ihn auf bestimmte Keywords ausrichten. Diese Tools helfen Ihnen dabei:

https://moz.com/explorer

https://www.semrush.com/

3. Keine verdorrten Äste abgesägt

Einige Ihrer Inhalte haben noch den kalten Krieg miterlebt? Weg damit! Ein Webseiten-Relaunch ist immer eine großartige Gelegenheit, alten Content zu entfernen. Fokussieren Sie sich auf wertige und aktuelle Inhalte! Sie performen wesentlich besser.

Weniger veraltete Inhalte bedeuten womöglich auch, dass Sie sich nicht mehr für jede kleine Design-Änderung durch einen riesigen Content-Dschungel kämpfen müssen. Dadurch verwalten Sie Ihre Webseite wesentlich einfacher. Auch Ihre Besucher werden leichter auf das stoßen, was sie finden wollen und Ihre Webseite öfter besuchen!

4. Content und Design unabhängig voneinander angefertigt

Wir alle kennen das Henne-Ei-Problem. Schon der antike Philosoph Plutarch fragte sich, ob es zuerst die Henne oder das Ei gegeben hat.

Übertragen wir die Frage doch auf das Content Marketing: Was kommt zuerst? Inhalt oder Design? Die Frage lässt sich so nicht beantworten. Content Creator, SEO-Experten und Webdesigner müssen beim Webseiten-Design unbedingt zusammenarbeiten.

Die verschiedenen Akteure haben unterschiedliche Hintergründe und oft andere Vorstellungen von der Internetpräsenz. Jede Disziplin ist für eine effektive Webseite wichtig: Ist das Design zu mager, verlieren Sie vielleicht wertvolle Leads. Das passiert Ihnen aber auch, wenn das Design zwar super ist, aber zu wenig Information enthält. Auch die mangelhafte Umsetzung von SEO-Maßnahmen wirkt sich natürlich negativ auf Ihre Webseite aus.

Beziehen Sie daher viele Spezialisten in das Webseiten-Design mit ein! Und vermeiden Sie Inhalte, die nicht mit allen abgesprochen sind!

Übrigens: Ganz so unlösbar ist das Henne-Ei-Problem meiner Meinung nach nicht. Natürlich war zuerst das Ei da! Es wurde nur von der evolutionären Vorstufe der Henne gelegt. In dem Moment, wo ein Huhn aus dem Ei schlüpft, ist es ein Hühner-Ei.

Als erstes muss also ein Dinosaurier ein Ei gelegt haben, aus dem so eine Art Huhn geschlüpft ist. Das erkennen Sie übrigens auch dann den schuppigen Füßen der Hühner. Sie sind ein Überbleibsel der Dinosaurier-Ära – interessant, oder? Aber jetzt zurück zum Webdesign!

5. Sich zu spät um die Bilder gekümmert

Achten Sie auf die Bilder! Achten Sie auf die Bilder! Nein: Diesen Satz habe ich nicht ausversehen zwei Mal geschrieben. Wissen Sie was? Ich betone ihn noch ein drittes Mal: Achten Sie auf die Bilder!

Je komplizierter die Design-Anforderungen sind, desto schwieriger kommen Sie an geeignete Bilder. Eine Grafik muss schließlich nicht nur visuell überzeugen. Sie muss im notwendigen Format verfügbar sein.

Es schadet Projekten, wenn die Bilder-Frage zu spät gestellt wird. Verantwortliche haben sich dann vielleicht für ein Design mit komplexen Anforderungen entschieden und bereits viel aufgebaut. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn sie sich aus formalen Gründen für ein hässliches Bild entscheiden müssen.

Grafiken müssen übrigens auch für andere Zwecke geeignet sein. Vielleicht wollen Sie sie auf anderen Kanälen veröffentlichen? Vielleicht wollen Sie sie auch für Printmittel verwenden? Vielleicht wollen Sie auch verhindern, dass das Bild den Ladeprozess Ihrer Webseite in ein Schneckenrennen verwandelt?

Kümmern Sie sich daher frühzeitig um Bilder und berücksichtigen Sie diese bei der Planung eines neuen Internet-Auftritts. Sie sparen sich dadurch viel Zeit!

6. Keine Genehmigungsprozesse etabliert

Es gibt nichts nervigeres, als Content anzufertigen und ihn nicht veröffentlichen zu können. Das passiert oft, wenn Genehmigungsprozesse nicht reibungslos organisiert sind.

Bestimmen Sie Verantwortliche für den Content. Geben Sie ihnen das Recht, Inhalte fachlich zu überprüfen und abzunicken. Gerade, weil Content in der Regel nicht zu den Kernaufgaben der Betroffenen zählt, müssen Sie einen solchen Prozessen definieren! Ansonsten verschimmeln Text oft in der Schublade.

7. Sich danach nicht mehr um die Webseite gekümmert

Sie können alles perfekt gemacht haben und Ihr Projekt trotzdem gegen die Wand fahren. Jetzt sind Sie neugierig, oder? An sich ist dieser Zusammenhang aber simpel: Eine Webseite lebt davon, dass Sie sie aktualisieren.

Sie können zwar eine gute Webseite veröffentlichen – sie verfehlt aber ihren Zweck, wenn Sie sie nicht regelmäßig mit neuen Inhalten füttern. Ihre Leser hätten dann nämlich keinen Grund mehr, sie zu besuchen. Schließlich schauen Sie auch nicht jeden Abend den gleichen Film.

Deshalb sollten Sie Zuständigkeiten festlegen. Wer veröffentlicht wann neuen Content? Und noch eine Frage gibt es: Welche Design-Richtlinien müssen Ihre Mitarbeiter bei neuen Inhalten einhalten?

Entwickeln Sie hierzu Arbeitsprozesse. Ansonsten aktualisieren Sie Ihre Webseite nur unregelmäßig. Das enttäuscht nicht nur Leser, sondern auch die Suchmaschinen. Google mag aktuelle Seiten nämlich und gewichtet sie höher!

Eine Sache ist ebenfalls entscheidend

Bei der Neuauflage einer Webseite gibt es Vieles zu beachten. Das Design sollte den Leser zu einer gewünschten Aktion führen. Verantwortliche sollten natürlich das Suchmaschinen-Ranking im Auge behalten. Nutzen Sie Chance auch, um alte Inhalte zu entfernen.

Unternehmen sollten außerdem verschiedene Experten mit in das neue Webdesign miteinbeziehen und alle Disziplinen bestmöglich berücksichtigen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie geeignete Bilder frühzeitig recherchieren. Gerade für den laufenden Betrieb ist es entscheidend, Genehmigungsprozesse einzuführen und Zuständigkeiten festzulegen.

Was es sonst noch zu wissen gilt? Das Ziel einer Webseite müssen Sie natürlich auch definieren. Ansonsten stecken Sie womöglich viel Arbeit hinein, ohne dass sie sich hinterher auszahlt.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Content und Design? In einem unverbindlichen Gespräch berate ich Sie gerne dazu.

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