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Diese 8 Tipps schießen Texte in die Höhe

Viele Werbetexte im B2B-Bereich klingen wie wissenschaftliche Abhandlungen. Mal ganz ehrlich: Führen solche Texte dazu, dass Sie sich emotional an eine Marke binden? Bei mir jedenfalls nicht.

Zugegeben: Im B2B-Bereich laufen Kaufentscheidungen rationaler ab – ein unterhaltsamer Text begründet für die meisten Entscheider erstmal keinen Kauf. Vor allem, weil bis zu 20 Menschen am Kaufprozess beteiligt sind.

Allerdings führen gut geschriebene Texte dazu, dass sich potenzielle Kunden gerne bei Ihnen informieren und mit Ihnen in Kontakt treten. Dazu wollen Sie einen Absatz aber auch verstehen und nicht erst fünf Mal lesen müssen.

In der Theorie ist das schön und gut – aber nicht jeder ist ein literarisches Naturtalent. Keine Sorge: Das müssen Sie auch nicht sein! Schon mit diesen 8 können Sie gute Texte schreiben:

Tipp 1: Analysieren Sie Ihr Publikum!

Egal, ob Sie einen Schnulzenroman oder einen Geschäftsbericht schreiben – Sie müssen immer Ihr Publikum kennen. Das Publikum bestimmt den Ton, den Stil und sogar den Inhalt eines Textes. Stellen Sie sich vor, sie schauen den neusten Film von Bruce Willys. Würde er Ihnen gefallen, wenn Bruce Willys als Hauptprotagonist von Schwanensee auftreten und Ballett tanzen würde? Mir jedenfalls nicht. Ich erwarte von diesem Schauspieler etwas anderes.

Machen Sie sich vor dem Schreibprozess ein paar Notizen über das Zielpublikum! Dabei hilft Ihnen zum Beispiel eine Buyer Persona. So stellen Sie sicher, dass Sie wirklich das richtige Publikum ansprechen.

Tipp 2: Erörtern Sie den Zweck des Textes!

Halten Sie sich unbedingt den Zweck des Textes auf Augen! So schweifen sie nämlich nicht ab. Sie wollen eine Herausforderung Ihres Lesers lösen? Dann fokussieren Sie sich darauf und vermeiden Sie endlose Produktbeschreibungen!

Wenn Sie sich das Ziel beim Texten immer vergegenwärtigen, werden Sie Ihren Leser leichter zur gewünschten Aktion leiten. Ein Werbebrief soll ihn zu einem Kauf verleiten. Ein reiner Informations-Text soll Vertrauen schaffen. Damit das funktioniert, müssen beide Texte anders aufgebaut sein! Wenn Sie gute Texte schreiben wollen, müssen Sie das Ziel wirklich immer im Hinterkopf behalten!

Sie verlieren sich während des Schreibens oft in Nebensächlichkeiten? Dann macht es Sinn, das Ziel eines Textes in einer Notiz festzuhalten.

Tipp 3: Strukturieren Sie Ihren Text vorher!

Schreiben ist eine Kunst. Aber auch dabei sollten Sie ein gewisses Maß an Ordnung wahren. Mit einer guten Struktur halten Sie alle Bestandteile eines wirksamen Texts ein. Sie geben dem Leser damit eine Orientierung.

Bevor Sie den ersten Buchstaben in Ihre Tastatur tippen, steht die Strukturierung an. Machen Sie sich dazu einen Strukturplan. Entwerfen Sie Ihr Textprojekt! Im Anschluss müssen Sie dem Plan nur noch folgen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihre Argumentation logisch und ansprechend ist.

Schauen Sie sich doch einmal meine Texte an! In jedem Blogbeitrag werden Sie zum Beispiel erkennen, dass ich eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss geschrieben habe. Alle Teile beinhalten bestimmte Merkmale.

Sie sollten auch sich auch andere Textbeispiele, die zu Ihrem Projekt passen, suchen. Versuchen Sie dabei, die grundlegende Struktur zu erkennen und folgen Sie Ihr. Sie wollen ein genaues Konzept erstellen und wissen nicht wie? Der Texter Ihres Vertrauens wird Sie dabei unterstützen.

Tipp 4: Vergessen Sie Ihre Hausarbeiten!

Ich habe Geschichte studiert. Einige Historiker versuchen, besonders intelligent zu klingen: Dazu schreiben Sie etwas möglichst Abstraktes möglichst umständlich auf. Viele Professoren mögen komplizierte Sprache. Wissen Sie was potenzielle Kunden mögen? Sie mögen verständliche Texte.

Verabschieden Sie sich also bitte von verklausulierten Sätzen und schreiben Sie möglichst einfach! Besonders im Zeitalter der Digitalisierung lesen Nutzer Texte immer oberflächlicher über Bildschirme. Sie helfen Ihnen enorm, wenn Sie Ihre Sätze kurzhalten.

Natürlich sollten Sie nicht jeden Satz auf 3 Wörter beschränken. Ein gesunder Rhythmus ist wichtig. Wenn Sie einige kürzere Sätze verfasst haben, können Sie auch mal einen längeren einbauen. Dieser Absatz macht es vor. Stellen Sie Sätze mir mehr als 2 Kommata grundsätzlich in Frage.

Dass Sie Texte einfach halten sollten, klingt im ersten Moment logisch. In der Praxis haben viele Leute Schwierigkeiten damit. Das liegt auch daran, dass sie in den Universitäten anders zu schreiben lernen. Unternehmenskommunikation verträgt sich leider nicht mit Wissenschaftssprache.

Tipp 5: Gute Texte schreiben Sie im Aktiv!

Passivsätze sind im B2B-Bereich beliebt. Mit dem Passiv versuchen Marketer oft, einen Berg an Informationen in einen Satz zu packen und dabei seriös zu wirken.

Papperlapapp! Passivsätze ufern oft aus und klingen sehr bürokratisch. Sie machen es Lesern schwieriger, Ihnen zu folgen. Deswegen sollten Sie sie aus Ihrem Content weitestgehend verbannen.

Ich habe schlechtem Content den Kampf angesagt. Passivsätze machen Texte definitiv schlechter. Da ich beim Redigieren sehr darauf achte, haben mir Texter-Kollegen mittlerweile den Spitznamen Passiv-Killer verpasst. Ein sehr stolzer Titel wie ich finde!

Und noch ein Argument für Aktivsätze: Leser nehmen aktive Sätze als unmittelbarer wahr. Sie nehmen Ihnen dadurch emotional stärker ein. Einen Passivsatz sollten Sie also nur verwenden, wenn ansonsten die Hölle zufriert.

Tipp 6: Verwenden Sie präzise Verben!

Mit exakten Verben vermitteln Sie Lesern ein klareres Bild von Informationen. Außerdem machen sie einen Text spannender. Vergleichen Sie doch einmal die folgenden Sätze:

Er ist wütend zur Kaffeemaschine gelaufen

Er ist zur Kaffeemaschine gestampft

Der letzte Satz ist dynamischer und konkreter. Das Stampfen impliziert die Wut und veranschaulicht den Gang. Der erste Satz erzeugt ein verschwommeneres Bild, weil Sie nicht wissen, wie sich die Wut bei der Person ausdrückt. Verzieht sie nur das Gesicht? Bewegt Sie sich hektisch? Nein! Sie stampft! Der kürzere Satz transportiert mehr Information. Arbeiten Sie mit präzisen Verben, wenn Sie gute Texte schreiben wollen!

Tipp 7: Gute Texte schreiben Sie mit präzisen Nomen!

Es mag Sie nach dem letzten Absatz nicht überraschen – auch Nomen sollten präzise sein. Verwenden Sie nicht Begriffe wie „Haus“ oder „Immobilie“. Um was für Häuser handelt es sich? Lehmhütten, Backsteinhäuser oder Fachwerkhäuschen? Dann bezeichnen Sie die Gebäude auch so. Dadurch geben Sie dem Leser mehr Informationen an die Hand, ohne auszuufern.

Tipp 8: Überprüfen Sie Ihre Texte!

Rechtschreibfehler sind menschlich. Auch ich mache sie. Selbst ausgebildete Lektoren übersehen oft genug Fehler. Dennoch ist es wichtig, sie auf ein Minimum zu reduzieren. Veröffentlichen Sie Texte also nicht direkt, nachdem Sie sie geschrieben haben.

Lassen Sie sie einen oder zwei Tage liegen und lesen Sie sie dann Korrektur. Sicherlich werden Sie dabei etwas finden, dass Ihnen zuvor nicht aufgefallen ist. Das liegt daran, dass sich Ihr Auge zu sehr an den eigenen Text gewöhnt hat. Am besten führen Sie auch bei Texten das Vier-Augen-Prinzip ein. So stellen Sie sicher, dass Sie Rechtschreibfehler weitestgehend vermeiden.

So werden Sie gute Texte schreiben

Schmeißen Sie Ihre alten Hausarbeiten in den Müll! Wenn Sie gute Texte schreiben wollen, sind sie eine schlechte Vorlage. Schreiben Sie einfach mal einen Werbetext und achten Sie auf die Hinweise. Nehmen Sie sich die Tipps auch beim Redigieren zu Herzen. Fragen Sie sich bei jedem Satz, ob er präzise, einfach und verständlich ist. Fragen Sie sich auch, ob der Text Ihrem Publikum gerecht wird und seinen Zweck erfüllt. Sie werden sehen, dass Ihr Content dadurch an Qualität gewinnt.

Es gibt ganze Bücher über das Texten. Diese Hinweise sind zumindest ein kleiner Überblick. Sie wollen mehr Detailwissen erlangen? Dann melden Sie sich doch einfach bei mir, wenn Ihnen dieser Text gefallen hat. Ich unterstütze Sie gerne.

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