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Keine Besucher: Darum ist die richtige Content-Marketing-Strategie entscheidend

Sie bloggen 3-4 Mal pro Woche? Die Liste von Besucheranfragen bleibt trotzdem so leer wie das Herz von Schneewitchens Schwiegermutter? Dann könnte das schlicht daran liegen, dass Sie strategische Aspekte vernachlässigen.

Keine Sorge: Bereits mit ein paar einfachen Tricks lässt sich das oft beheben. Hierzu müssen Sie allerdings eine entsprechende Content-Strategie ausarbeiten. Denn ein Blog um des bloggens Willen ist häufig verschwendete Zeit.

Darum ist Content-Marketing mehr als nur Content

Dabei hält sich dieser Mythos bereits seit Jahren: Je mehr Sie bloggen, desto mehr Besucher erhalten Sie auf Ihrer Webseite. Dabei ist das so nicht richtig: Mehr Webseiten-Besucher erreichen Sie nur dann, wenn der Blog Interessenten erreicht – z. B. durch Social-Media oder Suchmaschinenoptimierung.

Eine weitere Frage ist der Nutzen. Nur mal eben viele Leser auf den Blog zu locken, reicht nicht aus, um sie in Käufer zu konvertieren. Hierzu müssen sie sich eine regelmäßige Leserschaft aufbauen und diese immer wieder mit frischen Inhalten versorgen und geschickt durch einen Sales Funnel lenken.

Ihr Ziel muss es also sein, Interessierte zu erreichen und sie dann in Kunden umzuwandeln. Das ist weitaus schwieriger, als mal eben ein paar Blogbeiträge zu schreiben.

Inhalte müssen gefunden werden

Content-Marketing ist fester mit Online-Marketing verbunden als ein Doppelknoten. Alles, was Sie veröffentlichen, trägt zum Ranking bei. Die meisten Unternehmen passen ihre Texte deshalb auch an ein Keyword an, unter dem die Seite möglichst auf den ersten Platz von Google gelistet werden soll.

Google analysiert Ihren Content und bewertet neben dem Keyword vor allem

  • wie lange die Besucher auf Ihrer Webseite bleiben
  • wieviele Unterseiten sich Nutzer anschauen
  • wie die technische Architektur Ihrer Seite aufgebaut ist
  • wie gut die Webseite auf mobilen Endgeräten funktioniert

Es gibt viele weitere Bedingungen für ein gutes Online-Marketing – die hier aufgelisteten Stichpunkte sind lediglich ein paar Beispiele dafür, wie Content Ihre Sichtbarkeit beeinflusst. Wenn Sie mehr über das Thema erfahren wollen, empfehle ich Ihnen das Buch „Sumaschinen-Optimierung. Das umfassende Handbuch von Sebastian Erlhofer“.

Berücksichtigen Sie die Customer Journey

Die Customer Journey ist beim Content-Marketing so wichtig wie die Flügel eines Flugzeugs. Wenn Sie sie beachten, können Sie die Conversion Rate – also die Anzahl der Besucher, die bei Ihnen etwas kaufen – verdreifachen. Indem Ihre Seite Nutzer geschickt leitet, signalisiert sie Google gleichzeitig einen Mehrwert. Sie sehen: Die Customer Journey ist äußerst praktisch.

Aber was ist die Customer Journey eigentlich? Stellen Sie sich vor, Sie würden sich ein neues Auto kaufen wollen. In den seltensten Fällen gehen Sie spontan in ein Autohaus vorbei und nehmen sich das erstbeste Fahrzeug mit.

Bevor sich Interessierte ein Auto kaufen, informieren sie sich zunächst. Sie vergleichen verschiedene Preise, schauen sich verschiedene Modelle an und möchten vielleicht auch mal zur Probe fahren. Natürlich gehören auch Beratungsgespräche zu einem Autokauf.

Nicht jeder Kaufprozess ist so komplex wie der eines Autos – das Käufer vor ihrem Kauf aber bestimmte Zyklen durchlaufen, ist fast immer der Fall.

Diese Zyklen fasst der Begriff der Customer Journey zusammen. In jeder Phase des Kaufprozesses haben Nutzer andere Bedürfnisse – und Ihr Content sollte dem gerecht werden, um zu verkaufen.

Viele Marketer nutzen heute das AIDA– bzw. das ACCRA-Modell, um diese Phasen abzubilden. Für jede Phase versuchen sie dann entsprechenden Content zu produzieren.

Ich persönlich finde, dass sich über die verschiedenen Modelle vorzüglich streiten lässt – in vielen Fällen sind sie mir zu oberflächlich. Dennoch eignet sich der Modell-Ansatz gut, um eine passende Content-Strategie zu entwickeln.

Fragen Sie sich, vor welchen Herausforderungen Ihre Leser zu welchem Zeitpunkt stehen. Ihr Content muss diese Herausforderungen lösen! Übrigens sollte Content nicht mehr nur aus Text bestehen: Andere Formate sind heute unter Umständen sogar wichtiger.

Die Nadel im Heuhaufen: Das richtige Format finden

Mittlerweile gibt es unzählige Formate – ein Blog ist vielleicht nicht unbedingt das geeignetste Format für Ihr Unternehmen. Wenn Sie die notwendigen Ressourcen haben und eine eigene Redaktion unterhalten, ist es nur logisch, dass Sie einen Blog verwalten.

Wenn Sie jedoch neben Ihren Kernaufgaben alles selbst machen, sollten Sie sich überlegen, ob ein Blog wirklich das Richtige ist. Denn: Es gibt wirklich gute Alternativen.

Wenn Sie ein komplexes Produkt verkaufen, kann es zum Beispiel sehr viel Sinn machen, eine Ratgeber-Rubrik auf Ihrer Webseite ins Leben zu rufen. Sie können mit so einer Seite zum Beispiel Erklär-Texte ohne persönlichen Anstrich schreiben. Wenn Sie Ihre Zielgruppe gut kennen, beantworten Sie mit solchen Ratgeber-Texten ihre Fragen und können sie womöglich zu anderen Content-Formaten weiterleiten.

Besonders Videos sind bei vielen Nutzern sehr beliebt. Nutzen Sie Ihre Texte ruhig, um Leser zu hilfreichen Videos weiterzuleiten und sie noch besser zu informieren. So ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie sich auch persönlich an Sie wenden, wenn Sie weitere Fragen haben.

Stellen Sie sich daher unbedingt die Frage, welches Format für Ihr Unternehmen Sinn macht. Meiner Meinung nach gibt es hier kein „richtig“ oder „falsch“. Ein Blog ist quasi immer für Content-Marketing geeignet – die Frage ist eher, ob es bessere Alternativen gibt.

Ich selbst betreibe zum Beispiel einen Blog, weil ich der Meinung bin, dass sich Interessierte grundsätzliche Informationen zum Texten schnell selbst recherchieren können. Mit meinem Blog versuche ich, meine persönlichen Einschätzungen zu dem Thema zu geben. Für die Zukunft habe ich mir zum Beispiel vorgenommen, diesen Blog mit Videokursen und Whitepaper zum Thema „Besser Schreiben“ zu veröffentlichen.

Wenn Sie aber ein Produkt vermarkten, zu dem es recht wenige verständliche Informationen gibt, rate ich Ihnen eher zu einer Ratgeber-Seite, mit der Sie Pionierarbeit leisten. In vielen Nischen ist das durchaus möglich.

Warum Ihnen die ganze Arbeit das Leben leichter macht

Das klingt nicht nur nach viel Arbeit – sondern ist es schlichtweg auch. Allerdings haben Sie einen Vorteil: Einen Großteil dieser Arbeit müssen Sie nur einmal machen, um einen automatischen Vertriebskanal aufzubauen.

Sobald Ihr Content die grundlegenden Phasen abdeckt, müssen Sie die Seite im Grunde genommen nur noch aktuell halten regelmäßige SEO-Maßnahmen durchführen.

Zusammengefasst: Content-Marketing ist mehr als Bloggen

Content-Marketing hat viele Facetten. Ein Blog macht fast immer Sinn – allerdings muss er richtig umgesetzt sein, d. h. er muss mit Ihren Online-Marketing-Maßnahmen verknüpft und mit der Customer Journey abgeglichen sein. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihre Besucher den Blog auch finden und er Ihnen zum richtigen Zeitpunkt den Mehrwert liefert, den Ihre Leser brauchen.

Zudem eignen sich in vielen Fällen auch bessere Alternativen als Blogs. Webinare und Ratgeber-Seiten eignen sich für Themen, die Sie Ihren Lesern grundlegend erklären wollen, besser.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema „Blogs und Content-Marketing“? Melden Sie sich gerne bei mir. In einem unverbindlichen Gespräch berate ich Sie gerne.

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